Facebook in Panik: Dramatische Zahlen und brisante Enthüllungen


Noch vor wenigen Jahren schien Facebook auf dem Weg zur Weltherrschaft zu sein bzw. sah es so aus, als würde man diese bei sozialen Medien festigen können. Doch es wird immer klarer, dass man vor schwerwiegenden Problemen steht, u. a. weil Junge in Scharen davonlaufen.

Es ist natürlich kein Geheimnis, dass junge Menschen Facebook schon lange verlassen haben und sich dort eher noch Eltern und Großeltern herumtreiben. Immerhin: Facebook hatte mit Instagram eine Tochter, die nach wie vor attraktiv für Junge ist. Populär ist Instagram immer noch, doch aktuelle Zahlen zeigen: Teens verbringen dort immer weniger Zeit. Man muss wohl nicht sagen, dass TikTok derzeit ein Magnet für Teenager und Twens ist.

Wie Bloomberg berichtet, zeigen interne Studien von Facebook regelrecht dramatische Einbrüche: Teenager-Nutzer der Facebook-App sind in den USA seit 2019 um 13 Prozent zurückgegangen und werden in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich um 45 Prozent sinken. Das Problem besteht offenbar seit Jahren, denn die Zahlen sind bei jungen Nutzern seit bereits 2012 rückläufig.

Im Detail sind die Zahlen noch dramatischer: Teenager verbringen laut internen Facebook-Schätzungen auf TikTok “zwei bis drei Mal” so viel Zeit wie auf Instagram, die bevorzugte Art, mit Freunden zu chatten ist indes Snapchat.

Doch auch in älteren Zielgruppen, wo man noch stabil ist und sogar zulegen kann, gibt es Grund zur Sorge: Nutzer aller Altersgruppen posten immer weniger Beiträge, damit bricht Facebook ein wichtiges Standbein seines Netzwerks weg.

Facebook Papers

Die nun aufgetauchten Informationen sind Teil der “Facebook Papers”. Das sind mehr als 10.000 Dokumente, die Whistleblowerin Frances Haugen heruntergeladen und Behörden und Medien zugänglich gemacht hat. Diese Informationen bergen jede Menge Sprengstoff, denn vieles steht im krassen Widerspruch zu dem, was Facebook und Mark Zuckerberg öffentlich und sogar vor dem US-Senat immer wieder beteuern. Die Washington Post analysiert aktuell, wie skrupellos Facebook mit zweierlei Maß misst. Während man mit autoritären Staaten zusammenarbeitet, um dort Facebook möglichst sauber zu halten, wird im Westen Hass und Polarisierung nicht nur toleriert, sondern von den Algorithmen sogar bewusst geschürt.

Und derzeit sieht es nicht aus, als würde diese Fundgrube für brisante Enthüllungen so bald versiegen. Für das Unternehmen wird die Sache immer unangenehmer: Denn nicht nur Nutzer verlassen die Dienste von Facebook in Scharen, auch der Gegenwind von Politikern, Anlegern und Aufsichtsbehörden wird immer größer.


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