EURAC: Landschaftsvielfalt bringt Artenvielfalt – Wissenschaft und Technologie

Wie ist es um die Artenvielfalt in Südtirol bestellt? Die EURAC hat die Ergebnisse ihrer zweijährigen Studie vorgestellt.

Die Biodiversität ist auch in Südtirol Forschungsobjekt:  Wie sieht´s aus mit der Artenvielfalt, was muss getan werden, um diese zu erhalten und vielerorts auch zu verbessern?  Einige Antworten darauf gibt es dazu im Zentrum für angewandte Forschung Eurac in Bozen, zum Abschluss einer zweijährigen Untersuchung.

Landschaftsvielfalt ist die Forderung der Stunde: denn je vielfältiger die Landschaft, umso größer seien die ökologischen Nischen, sagt die Verantwortliche des Biodiversitäts-Monitoring Südtirol, Ulrike Tappeiner. 

“Es gibt ganz deutliche Hinweise, dass etwa weniger intensiv bewirtschaftetet Flächen Spitzenreiter sind in der Artenvielfalt, aber wir finden zum Beispiel auch in der Stadt eine hohe Artenvielfalt, nur ist sie dann häufig nicht einheimisch, sondern in Parkanlagen über sogenannte Neobiota.”

Ulrike Tappeiner, Biodiversitäts-Monitoring Südtirol

Ein besonders wichtiges Element für die Artenvielfalt in Südtirol sind Feuchtlebensräume. Sie beherbergen die meisten Rote-Liste-Arten. Das sind Arten, die zu verschwinden drohen. Der Strukturreichtum konnte aber laut Tappeiner ganz eindeutig nachgewiesen werden an Tagfaltern Vögeln und auch an Fledermäusen. Politik und Landwirtschft müssten diese Vielfalt allerdings erhöhen, fordern die Forscher. Sie haben die Biodiversität an 440 Standorten untersucht, unter anderem fast 1100 Pflanzen und 116 Vogelarten, 20 Fledermausarten und 128 Tagfalter untersucht. Alle vier oder fünf Jahre sollen genau dieselben Standorte – untersucht werden, um Rückschlüsse auf die Biodiversität ziehen zu können. Mit einigen der Methoden, die in der EURAC vorgestellt wurden.

ka kr