ETF vs. aktive Sondervermögen: Die unheimlichen Schattenseiten welcher ETFs – Wirtschaft

Von Harald Freiberger

Die Schuldigen waren schnell gefunden, als es vor vier Wochen nicht klappte mit der Übernahme des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen. Der Konkurrent Vonovia hatte dessen Aktionären ein Angebot gemacht, doch nur knapp 48 Prozent stimmten zu; nötig gewesen wären 50 Prozent. Vonovia führte das auch darauf zurück, dass sich schon 20 Prozent der Deutsche-Wohnen-Aktien in der Hand von ETFs befänden. Das sind Fonds, die auch passiv genannt werden, weil sie einen Index wie den Dax eins zu eins abbilden. Sie kaufen und verkaufen Aktien erst, wenn sich der Index verändert. Dem Übernahmeangebot von Vonovia konnten sie deshalb schon von ihrer Konstruktion her nicht zustimmen.