Ertappt? Wenn du selbige 11 Wörter verwendest, wirst du langsam altbacken

Ertappst du dich?
Wenn du diese Wörter verwendest, wirst du langsam aber sicher alt

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Melanie Wenzke Autorenbild

von Melanie Wenzke
28.10.2021, 10:24 Uhr

“Ey diggah, alles Gucci?” Ein Glück, dass sich Sprache weiterentwickelt! Während früher andere Wörter im alltäglichen Sprachgebrauch ganz normal waren, gibt es heute so viele neue Bezeichnungen Da fühlen wir uns manchmal ganz schön alt, oder?

Gerade erst wurde das Jugendwort des Jahres gewählt: “Cringe“. Das bedeutet übrigens so etwas wie “peinlich” oder “unangenehm”. Anglizismen dominieren die Sprache der heutigen Jugend – wenn jemand regelmäßig ‘Denglisch’ redet, liegt er wohl gerade total im Trend. Aber Vorsicht! Wenn es eine ältere Generation macht, ist es nämlich anscheinend “Cringe”. Kann man denn dann überhaupt noch etwas richtig machen? Wir machen heute eine kleine Zeitreise zu den Wörtern, die vor dreißig oder vierzig Jahren so normal waren, wie das “Cool” heutzutage. Und wenn diese Wörter verwendest, wirst du wohl oder übel langsam aber sicher älter – na, und da sind wir doch tatsächlich mal ganz froh drüber, oder? 

Diese Wörter sind nicht mehr up-to-date

“Schätzchen, zieh dir doch mal den Anorak über!”– Na, wer hat die Stimme seiner Eltern oder sogar der Großeltern im Ohr? Die Auflösung, für alle aus der Gen-Z: “Anorak” ist ein anderes Wort für “Jacke” oder “Weste”. Diese schöne Bezeichnung, welche heute kaum mehr verwendet wird, stammt ursprünglich von den Inuit Grönlands: “An-nuh-raaq” bedeutet so viel wie “etwas gegen den Wind”. 

Früher wars der “Hörer“, jetzt ist es das “Handy” oder vielleicht noch das “Telefon”. Und was sagt man, wenn man auflegt? “Auf Wiederhören“? Heutzutage wohl eher nicht mehr. Jetzt hat sich nämlich ein schnelles “Tschüss” eingebürgert, um sich zu verabschieden. Lustig eigentlich, dass wir das Wort “auflegen” in diesem Kontext noch beibehalten, oder? Immerhin besitzen wir mittlerweile keine Telefone mehr, bei denen man den Hörer wirklich hinlegen muss, um das Gespräch zu beenden. Beginnst du deinen Satz eigentlich manchmal noch mit “Horch, …”? Auch das ist ein schönes sprachliches Relikt aus einer früheren Zeit. Klingt aber eigentlich ganz nett.

Wenn du diese Wörter verwendest, wirst du langsam aber sicher alt

“In diesen Zeitungen ist so viel Reklame drin!” – “Reklame” statt “Werbung”” zu sagen ist mittlerweile vielleicht etwas “oldschool”, um den jugendlichen Slang einmal aufzugreifen. Dieses Wort wurde übrigens aus dem Französischen übernommen: “réclame” bedeutet “Einspruch erheben”. Im Deutschen bezieht es sich auf Werbung für Waren. Während “Reklame” kaum mehr Verwendung im alltäglichen Sprachgebrauch findet, bleibt “reklamieren” fester Bestandteil unseres Wortschatzes – das Verb passt auch viel besser zur ursprünglichen Wortbedeutung.

“Eins, zwo, drei, vier!” – was in der Bundeswehr immer noch häufig Verwendung findet, ist im privaten Gebrauch nicht mehr ganz am Nabel der Zeit. Ebenso wie die Bezeichnung “Juno” für “Juni” und “Julei” für “Juli”. Alle drei Bezeichnungen haben sich früher aus dem gleichen Grund durchgesetzt: Am Telefon fiel es oftmals schwer zu unterscheiden, ob der Gesprächspartner “zwei” oder “drei” gesagt hat, bzw. “Juni” oder “Juli”. Das ist wohl der damaligen Qualität der Sprachanrufe geschuldet. Da heute anscheinend sowieso fast keiner mehr telefoniert, sondern nur noch “simst”, ist eine solche sprachliche Umbenennung überflüssig geworden. Und “simsen” “chatten” oder auch “Whats-appen” stammen zwar nicht aus einer viel früheren Zeit, sind aber trotzdem jetzt schon nicht mehr hipp. Übrigens genau wie das Wort “hipp“. Kinder, wie die Zeit vergeht.

Egal welche Wörter ihr gerne verwendet – lasst euch von nichts und niemandem davon abhalten! Retro zu sein ist doch gerade sowieso wieder angesagt. Und wer weiß, vielleicht wird die ein oder andere Bezeichnung schon bald wieder modern. Wenn wir eins in der Mode gelernt haben, ist es schließlich, dass alles wiederkommt. Wieso nicht auch in der Sprache?

Guido

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