EDAG FiberEUse: Wiederverwendbare Fahrzeugplattform – Digital, Trends, Wissenschaft und Wissenschaft, Zulieferer, Fahrzeug-Schöpfung, -Wissenschaft und -Innovationen | News | VISION mobility

Zirkuläre Wertschöpfungsketten werden immer wichtiger: Dafür bieten sich die neuen E-Skateboards der Fahrzeugindustrie geradezu an: Bei Bedarf könnte man im Idealfall Akkus, Fahrwerksteile oder Elektronik tauschen und hätte eine geupdatete Basis für die nächsten zig Jahre. EDAG hat sich jetzt gemeinsam mit 21 Partnern in ganz Europa des Themas angenommen. Das Ziel: Zirkuläre Wertschöpfungsketten für die anspruchsvollsten Verbundwerkstoffklassen zu schaffen. Zusammen mit Invent und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU wagte man sich aber noch einen Schritt weiter: Die Materialen soll nicht nur recycelt werden, sondern im Idealfall sollen Komponenten geschaffen werden, die über viele Fahrzeugleben hinweg wiederverwendet werden können. Die FiberEUse soll so laut Edag eine Million Kilometer Nutzung ausgelegt sein.

FiberEUse besteht aus stranggezogenen Elementen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff CFK, die zu einem großen Teil zur Steifigkeit der Plattform beitragen. Außerdem schützen sie die Akkus im Crashfall. Insbesondere Verbundstoffe aus Carbonfasern weisen den Experten zufolge eine höhere Beständigkeit als alle anderen gängigen Stoffklassen auf. Die Zirkularität verlange nach Lösungen für abnehmbare Verbindungsstücke. Die Basis wären Schraubverbindungen, außerdem prüft man aber Konzepte zum Ablösen der Klebstoffe entweder durch spezielle Schneidverfahren oder durch Zuführung von Wärme.

Was bedeutet das?

Toller Ansatz! Dass Fahrzeuge heutzutage Verbrauchsgüter mit begrenzter Haltbarkeit sind, soll sich laut EDAG ändern, da der Energieaufwand bei der Herstellung und der Invest für alle Beteiligten enorm sind. Dem Aufwand und den notwendigen Ressourcen zur Herstellung der Komponenten werden Laufleistungen von 200.000 Kilometern oder weniger nicht gerecht. Ein zirkulärer Produktlebenszyklus könne dies ändern. Das Ergebnis dieses jüngsten Projekts wird auf der Milano Design Week vom 5. bis 10. September vorgestellt.