EA will eigene Barriefreiheits-Technologie ungebunden nutzbar zeugen

Barrierefreiheit ist im Jahr 2021 wichtiger als je zuvor, das gilt auch oder vor allem für die Videospiel-Branche. Aktuelle Titel wie Psychonauts 2 oder das Remake von Dead Space zeigen, dass man möglichst vielen Spielern Zugänglichkeit verschaffen will – und das ist nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll.

Auch dem Branchen-Riesen EA scheint das bewusst zu sein. Dort will man nun intern entwickelte Barrierefreiheits-Technologien öffentlich nutzbar machen. Wer eines der von EA aufgelisteten Patente in seinem eigenen Spiel benutzt, um für mehr Zugänglichkeit zu sorgen, soll sich demnach nicht vor juristischen Konsequenzen fürchten müssen.

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EA möchte durch die Freigabe von Patenten für mehr Zugänglichkeit in der Branche sorgen

Im Rahmen dieser Ankündigung veröffentlichte Electronic Arts auf der eigenen Website ein Statement sowie eine Auflistung der betroffenen Patente. Mit klaren Worten erklärte man dort, was sich hinter dieser Maßnahme verbirgt und um welche konkreten Patente sowie Technologien es sich dabei handelt:

“Hier bei EA glauben wir daran, dass es unbedingt erforderlich ist, die Bedürfnisse einer diversen Population im Gaming und darüber hinaus zu erfüllen. Das schließt natürlich vor allem Menschen mit Behinderungen ein. Durch unser Patent-Versprechen verpflichten wir uns dazu, dass jeder Entwickler in der Branche unsere Patente mit Barrierefreiheits-fokussierten Technologien benutzen kann – gebührenfrei. Jeder kann diese Patente frei benutzen und sie […] für ihre eigenen Spiele nutzen, um diese zugänglicher zu machen.”

Das Versprechen umfasst fünf Patente, die sich allesamt um verschiedene Bereiche der Barrierefreiheit drehen. Das wohl prominenteste umfasst das von vielen gefeierte Ping-System aus Apex Legends, mit dem Spieler den Multiplayer auch dann spielen können, wenn sie weder sprechen noch hören können.

Auch in Madden und FIFA vorkommende Systeme, die Spielern mit Farbenblindheit oder schlechtem Sehvermögen eine angenehmere oder überhaupt erst mögliche Spielerfahrung bieten, sind Teil dieser Patente. Zu guter Letzt wurde auch noch eine personalisierte Sound-Technologie genannt, die sich an das Hörverhalten von Spielern anpassen soll. Laut The Verge habe EA diese Funktion aber noch nicht entwickelt.

EA halte sich die Möglichkeit offen, weitere Patente zu diesem Versprechen hinzuzufügen und so anderen Entwicklern noch mehr Freiheiten einzuräumen. Man verspreche, dass die Nutzung dieser Funktionen ohne Konsequenzen stattfinden kann, berufe sich aber darauf, dass man in Einzelfällen entscheiden kann, dieses Versprechen für spezifische Firmen zurückzuziehen, sollten diese EA hinsichtlich eines Patents verklagen wollen.

Die genaue Auflistung der Patente samt Patentnummern findet ihr auf der Website von EA. Was haltet ihr von diesem Versprechen?

Quelle: EA

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