Dieser Dating-Trend sorgt zum Besten von Verwirrung

Wer einen neuen Partner sucht, der hatte es noch nie so leicht wie heute, könnte man meinen. Das nächste Date ist schließlich nur einen Wisch entfernt. Dabei die große Liebe zu finden, erscheint jedoch schwieriger denn je.

Auf Eis gelegt

Seit Jahren erfahren Dating Apps, wie Tinder, Bumble und Co. einen regelrechten Hype, dadurch haben sich aber auch viele negative Trends herauskristallisiert. 

Nach Ghosting, Haunting und Co. gesellt sich nun ein neues Phänomen dazu: «Icing» nennt sich der Begriff, der bei Singles für viel Verwirrung sorgt. Dabei wird der oder die Betroffene sprichwörtlich auf «Eis gelegt». «Icing» ist eine leicht abgeänderte Form von «Ghosting». Im Gegensatz dazu taucht das Date aber nicht ganz ab, sondern schickt ab und zu doch Nachrichten, die auf eine mögliche Beziehung hoffen lassen.

«Sie teilen dem Partner ihr Interesse mit, sagen ihm, dass sie momentan nicht mit ihm zusammen sein können, aber lassen die Möglichkeit offen, dass dies in Zukunft so sein wird», erklärte die Therapeutin Stina Sanders gegenüber «Metro». Personen, die diesen Dating-Trend praktizieren, halten Betroffene an der langen Leine und zögern ernsthafte Gespräche über die Zukunft hinaus.

Laut Therapeutin Sanders deuten folgende Warnsignale auf ein «Icing»-Verhalten hin:

– Das Verhalten des Partners oder der Partnerin ist verwirrend, man weiß nicht genau, wo man steht.

– Er oder sie taucht für einige Zeit ab und kommt dann zurück und tut so, als ob nichts gewesen wäre.

– Die Person scheut davor zurück, die Beziehung exklusiv oder offiziell zu machen.

– Man bekommt viele Last-Minute-Absagen vor Dates.

– Man fühlt sich erleichtert, wenn der Partner oder die Partnerin sich meldet, weil man sich davor Sorgen macht.

– Die Person ist online, schreibt aber entweder gar nicht zurück oder erst nach einigen Tagen.

Offen ansprechen oder Kontakt abbrechen

«Du merkst, wenn jemand dich bevorzugt behandelt oder dir das Gefühl gibt, etwas Besonderes zu sein. Wenn du auf Eis gelegt oder auf die Reservebank gesetzt wurdest, weiß ein Teil von dir, dass mit dieser Person vielleicht etwas nicht stimmt», erklärte Baker.

Auch wenn es für die Betroffenen schmerzhaft ist, rät die Therapeutin dazu, das Problem offen anzusprechen. Wenn die jeweilige Person ihr Verhalten nicht ändert, sollte man besser den Kontakt abbrechen. 

(L’essentiel/str)

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