Dies zeigt die Brisanz dieser Technologie – Leserbriefe

Zu: “Empörung über Atompläne”, Agenturbeitrag (Politik, 3. Januar)

In meinen jungen Lebensjahren war ich begeisterter Atom-Befürworter, bis mir bewusst wurde, dass die Wissenschaftler bis heute noch keinen Plan haben, wo der Atommüll hinsoll. Dass die Reaktoren Tschernobyl und Fukushima zerstört wurden, ist schlimm genug. Das zeigt die Brisanz dieser Technologie. Daher bin ich auch für den Atomausstieg. Der Atomabfall bleibt 10 000 Jahre bestehen oder mehr. Die menschliche Geschichte ist längst nicht so alt, daher bin ich der Ansicht, dass die Reaktoren zur Wasserstoff-Gewinnung weiter betrieben werden sollten. Aber nur mit aufbereiteten Brennstäben und nicht am Netz, denn wir wollen den Ausstieg aus dieser Technologie. Der Staat soll das überwachen, und der Gewinn soll für die Endlagerung und den Rückbau der Kraftwerke verwendet werden. Wir haben in den 1960er-Jahren Unmengen an Atommüll geschaffen, sodass die Aufbereitung der Brennstäbe über Jahre gesichert ist. Die Reaktoren sollten mit einer Füllung länger laufen, sodass die Brennstäbe mehr verbrannt werden und der Müll kleiner wird. Ich denke, dass Atom-Gegner mit der Lösung leben können. Siegfried Weise, Efringen-Kirchen