Die Wasserqualität war bisher „top“ – Region Schwandorf – Nachrichtensendung

Umwälzmodule sind seit April im Einsatz. Es zeigten sich nur wenige Blaualgen.

Randolf Alesch

01. August 2021

13:11 Uhr

Bürgermeister Georg Hoffmann und Georg Schuhbauer überprüften zusammen mit Alexander Wirth von der EKS-Anlagenbau (Mitte) die Aquamotec-Module und die Wasserqualität. Foto: Randolf Alesch

Bodenwöhr.Seit vielen Jahren bereiten die Blaualgen im Hammersee Kopfzerbrechen. Nachdem die
teure Ultraschallanwendung nicht den erhofften Erfolg gebracht hatte, setzte man mit
den Röhrichtinseln, dem Rückschnitt des Schilfes, dem Ablass des Oberflächenwassers
usw. vermehrt auf ökologische Maßnahmen. Bereits im Februar beschloss der Gemeinderat
eine weitere Option. Die Firma EKS-Anlagenbau aquamotec wurde damit beauftragt, in
einem rund einen Kilometer langen Bereich des Hammersees die Wasserqualität zu verbessern.

Im April wurden die solarbetriebenen sechs Aquamotec-Module, von denen das Hauptmodul
bereits gekauft und die restlichen zunächst angemietet wurden, zu Wasser gelassen
und sollten seitdem in einem Umwälzverfahren das kalte, sauerstoffarme Wasser am Grund
mit dem warmen, sauerstoffreichen Oberflächenwasser austauschen und damit den Blaualgen
das Leben erschweren. Am Mittwoch war ein Aquamotec-Messtrupp vor Ort und überprüfte
nicht nur die Funktion der Module, sondern an mehreren Stellen mit einer Hochleistungssonde
auch die Sauerstoffanreicherung und Temperatur in unterschiedlichen Wassertiefen.
Hierbei stellte man fest, dass an regnerischen Tagen ohne Sonnenlicht die Akkus der
Solarmodule an ihre Grenze kommen, der Temperaturunterschied zwischen Oberfläche und
Grund rund fünf Grad beträgt sowie die Sauerstoffwerte in Richtung Grund deutlich
abnehmen.

Ein Resümee wollte Bürgermeister Georg Hoffmann, der zusammen mit Georg Schuhbauer
vom Bauamt vor Ort war, noch nicht ziehen. Die Wasserqualität sei bis Mitte Juli richtig
top gewesen. Dies könne mit dem Einsatz der Module, aber auch mit den kühlen Temperaturen
und den starken Regenfällen zusammenhängen. Erst mit den zuletzt wärmeren Tagen und
Nächten waren in den Buchten des Sees leichte Blaualgenschleier zu erkennen, so Hoffmann.
Da die „Boote“ erst knapp vier Monate im Wasser sind und die Blaualgen immer erst
Anfang September auftraten, wolle man den Einsatz der Module erst danach bewerten.
(tal)


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