Die Säumen dieser Wissenschaft – Vorarlberger News

Es ist mittlerweile Mode geworden, den Klimawandel für jedes Wetterextrem verantwortlich zu machen und damit Angst vor einer „Klimakatastrophe“ zu schüren: Ein Hochwasser richtet ungeheure Schäden an. Es ist der Klimawandel! Eine Hitzewelle lässt die Menschen stöhnen. Es ist der Klimawandel! Ein Sturm fegt durch Europa. Es ist der Klimawandel! Egal, ob es Massen von Schnee oder gar keinen Schnee hat. Es ist der Klimawandel! Der Mai ist nass und kalt. Es ist der Klimawandel! Der Juni ist viel zu heiß. Es ist der Klimawandel! Die Politik agiert mit Berufung auf „die Wissenschaft“ frei nach dem Motto des Wiener Opernballs: Alles Klimawandel! Dass die Wissenschaft, vor allem wenn sie sich an Zukunftsprognosen wagt, auch irren kann, belegt das folgende Beispiel: Im Jahr 1974 malten die Wissenschaftler des renommierten „Club of Rome“ im viel beachteten Werk „Die Grenzen des Wachstums“ ein düsteres Bild der Zukunft. Sie orakelten, dass die Erdölvorräte noch 37 Jahre ausreichen werden. Heute wissen wir: Erdöl gibt es im Überfluss, und es leben mehr Menschen denn je in relativem Wohlstand. Prognosen sind stets unsicher, wenn sie die Zukunft betreffen. Das sollten auch jene Wissenschaftler und Politiker, die uns die Klima-Apokalypse voraussagen, ins Kalkül ziehen.

Wilfried Hämmerle, Lustenau