“Die Menschen im Blick nach sich ziehen” – Münstertal

Der Münstertäler Matthias Rieß wird am Sonntag in St. Trudpert zum Ständigen Diakon geweiht.

(BZ). Die Weihe zum Diakon “bedeutet eine unumkehrbare Zusage von Gott an mich und von mir an Gott”, sagt Matthias Rieß aus Münstertal. Gemeinsam mit zwei weiteren Männern wird er am Sonntag, 21. November, um 10.30 Uhr von Weihbischof Christian Würtz in einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Trudpert in Münstertal zum Ständigen Diakon geweiht.

“Ständig” heißt, dass Matthias Rieß immer Diakon bleiben wird – im Gegensatz zu Priestern, bei denen der Diakonat eine Vorstufe zur Priesterweihe ist.

Nach langjährigem Engagement in den Pfarreien der Seelsorgeeinheit, davon zehn Jahre als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats sowie im Kolpingwerk der Erzdiözese Freiburg, reifte in ihm der Entschluss, Diakon zu werden: So möchte er “den Menschen zuhören und für sie da sein – die Menschen im Blick haben”, betont er. “Mit meinem Diakonat möchte ich Kirche ein Gesicht geben.”

Kirche bedeute für ihn laut einer Pressemitteilung der Erzdiözese Freiburg “zum einen in meiner Gemeinde Heimat und zum anderen das Wissen um das gemeinsame, weltweite Haus”. Gerade Begegnungen in Chile haben ihm wichtige Impulse gegeben und er ist sich sicher: “Auch wenn Kirche nicht vollkommen ist, insbesondere die Menschen, die die Kirche bilden, so ist sie doch ein Halt und Stützpfeiler für uns.” Rieß wird zitiert: “Mit meiner Weihe gehe ich den Weg weiter, den ich vor vielen Jahren eingeschlagen habe. Ich werde alle Sorgen, Freuden, Trauer, Last, Bedrückungen, Anfragen, Zusprüche, im Grunde also alles, womit mir die Menschen in meinen diakonischen Feldern begegnen, mit an den Altar nehmen.”

Matthias Rieß arbeitet seit 37 Jahren im Sparkassenwesen. “Ich habe von Anfang an die Unterstützung meiner Frau erhalten. Wir sind getragen durch das Gebet und die Zusage von Gott für uns. In diesem Vertrauen gehen wir gemeinsam und zuversichtlich jeden einzelnen Schritt an”, betont er. Seinen seelsorglichen Dienst wird der 56-Jährige in den Pfarreien St. Trudpert Münstertal und St. Martin in Staufen ausüben. Er will sich als Diakon in der Feuerwehrseelsorge und in der Arbeit mit der Kolpingfamilie Staufen engagieren. Ebenso bereitet er sich darauf vor, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zu übernehmen. Er ist sich bewusst, dass “alles, was ich tue, von Gott ausgeht. Da es im Glauben keine Zufälle, sondern Fügungen gibt, sehe ich meinen ganzen Weg hin zum Diakonat von Gott gerufen”. Leiten lässt er sich dabei von den Worten aus dem Korintherbrief: “Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe”.

Der Gottesdienst wird im Internet auf ebfr.de/livestream sowie auf facebook.com/erzdioezese.freiburg und youtube.com/user/erzbistumfreiburg übertragen. Infos zum Diakonat unter: ipb-freiburg.de/staendigerdiakon

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