Deutschland verschärft die COVID-19-Beschränkungen für Bars

Kunden müssen nun einen negativen COVID-Test oder den Nachweis einer Auffrischungsimpfung vorlegen, um Restaurants betreten zu dürfen. Die jüngste Regeländerung folgt auf ein Treffen zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und Staatsoberhäuptern.

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Staats- und Regierungschefs der 16 Bundesstaaten des Landes haben sich am Freitag auf eine Reihe neuer Regeln und Beschränkungen geeinigt, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen.

Scholz skizzierte neue Regeln für Restaurants und Bars und verkürzte gleichzeitig Quarantäne- und Selbstisolationszeiten.

Es war das erste Treffen zwischen Scholz und Staatsoberhäuptern im Jahr 2022, das zu einer Zeit stattfand, in der die neue Bundesregierung die Impf- und Auffrischungskampagnen inmitten eines durch die Omicron-Variante verursachten Anstiegs ankurbeln will.

In Bars und Restaurants werden landesweit strengere Vorschriften durchgesetzt.

Der Zugang zu Restaurants wird auf vollständig geimpfte oder als genesen geltende Personen beschränkt, die zusätzlich entweder eine Auffrischungsimpfung oder einen aktuellen negativen COVID-19-Test nachweisen können.

„Es ist eine strenge Regel, aber eine notwendige, die uns helfen wird, Infektionen [in Zukunft] besser zu kontrollieren, als es derzeit der Fall ist“, sagte Scholz und verteidigte die Maßnahme.

Scholz betonte die zentrale Rolle, die Auffrischimpfungen in den kommenden Wochen und Monaten spielen werden: „Der beste Schutz gegen omicron ist eine Auffrischimpfung“.

Die Staats- und Regierungschefs des Bundes und der Länder stimmten auch der Verkürzung der erforderlichen Quarantäne- oder Selbstisolationszeiten zu, die derzeit auf 14 Tage festgelegt sind.

Im Allgemeinen werden Quarantäne- und Selbstisolationszeiten auf 10 Tage begrenzt. Diese Frist kann auf sieben Tage verkürzt werden, wenn eine Person beschwerdefrei ist und einen negativen PCR-Test oder einen negativen Schnelltest durch medizinisches Personal erhält.

Nach den neuen Regeln müssen Personen, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, nicht mehr unter Quarantäne gestellt werden, wenn sie mit jemandem in Kontakt kommen, der positiv auf COVID-19 getestet wurde.

Kürzere Quarantänezeiten treten auch für „kritische“ Arbeitnehmer wie Polizei, Rettungsdienste und medizinische Dienste in Kraft.

Die bestehende Regelung, dass private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen mit maximal 10 Personen erlaubt sind, bleibt bestehen. Wer nicht geimpft ist, unterliegt weiterhin strengen Kontaktbeschränkungen.

Deutschland hat im Vergleich zu einigen europäischen Ländern eine niedrigere Impfrate: 71,5 % der Bevölkerung sind vollständig geimpft und 40,9 % haben eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Die Scholz-Regierung hat sich ein Impfziel von 80 Prozent gesetzt und hofft, bis Ende Januar 30 Millionen Auffrischungsimpfungen verabreichen zu können.

Am Donnerstag verzeichnete das Land nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 64.340 neue Coronavirus-Infektionen. Die Zahl der Todesopfer stieg um 443 auf 113.368.