Dasjenige Neueste zur Coronakrise – Schweiz laut Taskforce für Hospitalisationen blindlings unterwegs – News

  • 19:04

    Ostschweizer Kantone begrüssen Härtefallprogramm 2022 grundsätzlich

    Der Bundesrat will die Härtefallmassnahmen, die bereits gelten, beibehalten. Dies unterstützen die Ostschweizer Kantone im Grundsatz. Die St. Galler Regierung schreibt allerdings, man halte Härtefallhilfen in der bisherigen Breite nicht mehr für nötig.

    Es brauche höchstens noch ganz gezielte Unterstützung für einzelne Firmen. Die wirtschaftliche Lage habe sich im Vergleich zum Beginn des letzten Jahres deutlich gebessert, heisst es in einer Mitteilung.

    Wie die Regierungen anderer Ostschweizer Kantone lehne die St. Galler Regierung eine monatliche Abrechnung der Härtefallgelder und eine monatliche Beitrags-Limite von 1.5 Prozent des Jahresumsatzes ab.

  • 18:42

    Taskforce: Unklar, wie sich die Zahl der Hospitalisationen entwickelt

    Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes rät zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten zu Spitaleintritten im Zusammenhang mit Covid-19. Momentan sei nicht klar, ob die Zahl der Hospitalisationen zu- oder abnehme.

    Die Zahl der täglich neu gemeldeten Hospitalisationen eigne sich nicht als Massstab für die Belastung des Gesundheitssystems, schrieb die Taskforce in ihrem Lagebericht, Link öffnet in einem neuen Fenster. Als Grund gab sie Meldeverzögerungen an. Aktuell dauere es mehr als zwei Wochen, bis 90 Prozent der Spitaleintritte gemeldet seien.

    Als robustere Kennzahl bezeichnete die Taskforce die Belegung der Spitäler durch an Covid-19 erkrankte Personen. Daten aus Zürich und Genf zeigten, dass in den dortigen Spitälern die Belegung derzeit zunehme.

    Die Taskforce wendet sich in diesem Zusammenhang auch dagegen, den Umstand überzuinterpretieren, dass Omikron seltener eine Behandlung im Spital nötig macht als etwa die Delta-Variante. Dieser Effekt könne schnell dadurch aufgewogen werden, dass Omikron ansteckender sei.

  • 18:33

    Schottland lässt fast alle Corona-Massnahmen auslaufen

    In Schottland sollen zum Beginn der kommenden Woche beinahe alle Corona-Massnahmen auslaufen. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen zwei Wochen erheblich zurückgegangen, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon im Parlament in Edinburgh als Begründung. Trotzdem sei es wichtig, vorsichtig zu bleiben.

    In dem britischen Landesteil dürfen sich bislang nur Mitglieder von maximal drei Haushalten in Innenräumen treffen, Diskotheken müssen geschlossen bleiben. Das soll sich am Montag ändern. Vorerst bleiben sollen aber die Empfehlung zum Homeoffice sowie zur Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlich zugänglichen Innenräumen.

  • 18:09

    Franzosen holen Hochzeiten und Kinderkriegen nach

    Die während des ersten Lockdowns bei der Familiengründung verunsicherten Menschen in Frankreich haben Hochzeiten und das Kinderkriegen offenbar nachgeholt. Wie aus der Bevölkerungsstatistik hervorgeht, gab es im letzten Jahr 42 Prozent mehr Eheschliessungen in Frankreich als 2020. Menschen, die ihre Hochzeitspläne 2020 aufgeschoben hatten, hätten diese nun nachgeholt, so die Statistikbehörde.

    Neun Monate nach dem ersten Lockdown, während dem die Bevölkerung strikt ans Haus gefesselt war, brachen die Geburtenzahlen zunächst ein. Zwischen Mitte Dezember 2020 und Mitte Februar 2021 wurden zehn Prozent weniger Babys geboren, als im Vorjahreszeitraum. Die wirtschaftliche Unsicherheit und möglicherweise auch die Sorge vor Komplikationen während der Schwangerschaft hätten Paare davon abgehalten, einen Kinderwunsch zu verwirklichen. Dann seien die Geburtenzahlen aber in die Höhe geschnellt, so dass es unter dem Strich im letzten Jahr sogar geringfügig mehr Geburten gab als 2020.

    Legende:
    Gerade junge Menschen, die sich wegen der angespannten Corona-Lage unschlüssig waren, hätten sich nun das Jawort gegeben, teilte die Statistikbehörde mit.

    Keystone

  • 17:43

    Solothurner Regierungsrat regelt Notfallmassnahmen für Spitäler

    Der Kanton Solothurn bereitet sich auf stark zunehmende Corona-Behandlungen in Spitälern vor. Mit ihrer dreistufigen Notfallplanung regelt die Regierung die Behandlung und den Personaleinsatz in Spitälern und Kliniken im Kanton. Damit sollen zusätzliche Betten geschaffen werden für Fälle, die keine Intensivbetreuung benötigen.

    In der ersten Phase ist die kantonseigene Solothurner Spitäler AG verpflichtet, möglichst viele Betten zu schaffen und Personal für Covid-Behandlung bereitzustellen. Bei mehr als 60 Fällen muss die Privatklinik Obach bis zu 20 Patienten aus dem Bürgerspital Solothurn aufnehmen. Die private Pallas Klinik muss dem Kantonsspital Olten Gesundheitspersonal zur Verfügung stellen. Ab 90 Covid-Patientinnen stellen alle Spitäler den Betrieb ein – mit Ausnahme der Behandlung von Corona-Fällen sowie Notfällen. Diese Notfallplanung gilt längstens bis Ende Jahr.

    Wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind, soll auch der Zivilschutz helfen.

  • 17:27

    EU-Behörde: Entwickler sollten an mehr als einem verbesserten Impfstoff arbeiten

    Die Impfstoffentwickler sollten nach Einschätzung der europäischen Arzneimittelbehörde
    EMA an mehr als einem verbesserten Covid-19-Impfstoff arbeiten. Sie sollten dabei nicht nur ein Vakzin in Betracht ziehen, das auf die hoch ansteckende Omikron-Variante zugeschnitten ist,
    sondern auch an Versionen, die eine Kombination von Varianten abdecken. «Wir hören auch von anderen Zulassungsbehörden, dass es wichtig ist, keine Optionen auszuschliessen», sagte der Leiter der Impfstoffstrategie der EMA, Marco Cavaleri, bei einem Medienbriefing.«Es ist also ebenso wichtig, nicht nur einen monovalenten Impfstoff zu diesem Zeitpunkt in Betracht zu
    ziehen, sondern vielleicht auch einen bivalenten oder sogar einen multivalenten Impfstoff.»

    Impfstoffentwickler wie Biontech/Pfizer und Moderna arbeiten bereits mit Hochdruck an einem an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff und hoffen, diesen im Frühjahr zu Verfügung stellen zu können. Bei Omikron ist die Wirksamkeit der bisherigen Impfung Studien zufolge deutlich geringer.

  • 17:05

    Katalonien hebt nächtliche Ausgangsbeschränkung ab Freitag auf

    Trotz hoher Infektionszahlen will die spanische Region Katalonien die seit Weihnachten geltende nächtliche Ausgehbeschränkung ab Freitag aufheben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt zurzeit mit 2290 mehr als viermal so hoch wie zum Zeitpunkt der Anordnung der Massnahme, wie die Zeitung «El País» berichtete. Doch der rapide Anstieg der Fallzahlen habe sich zuletzt verlangsamt, begründete die Regionalregierung Barcelonas dem Bericht zufolge ihren Entscheid.

    Dies sei auch auf das Ende der Feiertage zurückzuführen, die in Spanien bis zum Dreikönigstag am 6. Januar dauern. Clubs, Bars und Discos bleiben in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona hingegen weiter geschlossen. In den Innenräumen von Gaststätten dürfen nur 50 Prozent der eigentlich zulässigen Plätze vergeben werden. Ausgangsbeschränkungen gibt es sonst nirgendwo in Spanien und betrifft rund 6.3 Millionen Bewohner Kataloniens.

  • 16:51

    Hohe Auslastung am Stadtspital Zürich im letzten Jahr

    Aktuell sind 29 Patienten mit Covid-19 in Behandlung, davon sieben in Intensivpflege, wie das Stadtspital Zürich am Dienstag in einer Mitteilung, Link öffnet in einem neuen Fenster schrieb. Das Spital sei stark ausgelastet, die Lage sei aber zu bewältigen.

    Im Pandemiejahr 2021 wurden 757 Covid-Patientinnen und -Patienten stationär im Stadtspital behandelt. Ausserdem wurden 196’000 Coronatests und 172’000 Impfungen durchgeführt. Daneben konnte der normale Spitalbetrieb aber praktisch uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Im letzten Jahr waren tendenziell jüngere Menschen von schwereren Verläufen betroffen – rund 63 Prozent der Covid-Patientinnen und -Patienten waren unter 65 Jahre alt. 93 Prozent der Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen waren nicht oder nicht vollständig geimpft. Dies trifft auch auf 82 Prozent aller Covid-Patientinnen und -Patienten zu.

    Das Stadtspital bietet seit Mai eine spezielle Sprechstunde am Standort Waid für Menschen, die an Long-Covid leiden. Insgesamt wurden dort bereits rund 100 Personen betreut.

  • 15:57

    Glarner Regierung will Massnahmen nicht bis März verlängern

    Der Glarner Regierungsrat hält nichts davon, die bundesrätlichen Corona-Massnahmen bis Ende März zu verlängern. Die Regeln sollten nur so lange gelten, wie sie unbedingt notwendig seien, schreibt er in einer Mitteilung. Vorerst sollten die Massnahmen höchstens bis Ende Februar verlängert werden.

    Dem Vorschlag des Bundesrats, die Gültigkeitsdauer der Zertifikate für Geimpfte und Genesene auf 270 Tage zu verkürzen, stimmt der Glarner Regierungsrat zu.

    Bei der Quarantäne spricht er sich für einen Systemwechsel aus. Man solle von der behördlichen Anordnung für Isolation und Quarantäne zu einer Selbstisolation und Selbstquarantäne wechseln.

    Die Mehrheit der Kantone ist gegen Verschärfungen. Viele wünschen sich, dass die aktuellen Massnahmen nur bis Ende Februar gelten.

  • 15:32

    Moskau verlängert Corona-Einschränkungen

    Die Moskauer Stadtregierung verlängert wegen der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante die Corona-Einschränkungen um einen Monat. «Wir haben ein paar schwierige Wochen vor uns», erklärt Bürgermeister Sergej Sobjanin. Die russische Hauptstadt hatte von Ende Oktober bis Ende Februar Vorschriften erlassen, wonach Menschen über 60 zu Hause bleiben müssen, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind. Zudem wurden Unternehmen dazu verpflichtet, mindestens 30 Prozent ihrer Mitarbeiter auf Home-Office umzustellen. Diese Beschränkungen werden nun bis zum 1. April verlängert.

  • 15:11

    Swissmedic prüft Zulassung von Pfizer-Corona-Medikament

    Swissmedic prüft die Zulassung von Paxlovid zur Behandlung von Covid-19. Das US-Pharmaunternehmen Pfizer hat beim Schweizerischen Heilmittelinstitut ein Zulassungsgesuch für sein Arzneimittel eingereicht, wie dieses mitteilt.

    Paxlovid soll bei Personen ab zwölf Jahren eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern. Laut Swissmedic handelt es sich um ein Arzneimittel mit zwei synthetischen Wirkstoffen, die jeweils als separate Tabletten vorliegen.

    Nirmatrelvir sei ein neuartiger Wirkstoff, der ein Enzym des Sars-Cov-2-Virus hemmen solle, das eine wichtige Rolle in dessen Vermehrung habe, so Swissmedic.

    Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

  • 15:06

    Die Pressekonferenz ist beendet

    Die Experten des Bundes verabschieden sich.

  • 15:04

    Liegen in den Spitälern mehr Delta- oder Omikron-Patienten?

    Ein Journalist fragt, ob es tatsächlich so sei, dass in den Spitälern zwar 80 Prozent der Patienten mit Delta infiziert seien, jedoch im Rest der Bevölkerung 80 Prozent mit Omikron.

    Auf genaue Prozentzahlen will sich Masserey nicht festlegen. Das Risiko bei Delta, auf der Intensivstation zu landen, sei jedoch tatsächlich höher.

  • 14:58

    Beim BAG ist nicht bekannt, wie viele IPS-Plätze wegen Omikron besetzt sind

    Gibt es Zahlen darüber, wie viele Omikron- und Delta-Fälle sich in den Spitälern und auf den Intensivstationen befinden? Masserey sagt, dass Omikron weniger Intensivfälle verursache. Man erhalte nicht von allen Kantonen gleich ausführliche Daten. Im Kanton Zug, dem Arbeitsfeld von Kantonsarzt Hauri, seien die Delta-Fälle für die besetzten IPS-Plätze verantwortlich. Genaue Auskünfte kann man laut Masserey dazu im Moment nicht geben.

  • 14:52

    Eine Booster-Kampagne ist geplant

    Masserey erklärt auf die Frage eines Journalisten, dass derzeit eine Kampagne für die Booster-Imfpung in Arbeit sei.

  • 14:52

    Wie hoch ist das Risiko einer Herzmuskelentzündung bei Sportlern nach einem Booster?

    Das Risiko sei sehr gering, so Masserey, es komme sehr selten zu Herzmuskelerkrankungen nach Impfungen. Solche Herzprobleme seien sehr viel seltener nach einer Impfung als nach einer Erkrankung.

    Doch es sei eine Tendenz erkennbar, dass besonders junge Männer unter 30 Jahren betroffen seien von diesen Herzerkrankungen. Deshalb seien besonders Fälle von jungen Sportlern bekannt, da diese sich eher an die Öffentlichkeit wenden.

    Das Risiko sei zudem bei Pfizer etwas geringer. Nichtsdestotrotz müsse man bei Herzproblemen einen Arzt konsultieren und sich schonen.

  • 14:48

    Wo stehen wir in der Pandemie?

    Wo befinden wir uns? Sind sie optimistisch? Ein Journalist will wissen, wo man steht. «Wir sind eher positiv gestimmt», sagt Masserey und verweist auf Beobachtungen im Ausland. Man habe keine überlasteten IPS-Stationen, man sei gut vorbereitet.

  • 14:48

    Wie werden Long-Covid-Patienten behandelt?

    In einigen Universitätsspitälern gebe es spezielle Beratungen für Long-Covid-Patienten, sagt Masserey. Die behandelnden Ärzte seien auch besonders geschult, um sich um diese Personen zu kümmern.

    Hauri ergänzt, dass kein Kanton bis jetzt plant, ein Zentrum für Long Covid Patienten zu bauen. Nach wie vor seien Hausärzte die ersten Ansprechpersonen bei diesen Patienten.

  • 14:46

    Masserey: «Wenn man genesen ist, dann ist das wie ein Booster»

    Wer ist am besten geschützt? Doppelt geimpft und genesen oder dreifach geimpft? «Wenn man genesen ist, dann ist das wie ein Booster», sagt Masserey. Die bisherigen Studien scheinen dies zu bestätigen. Man habe aber noch nicht so viele Informationen, die darüber klare Aussagen machen würden.

  • 14:45

    Ist die 2G-Regel wissenschaftlich gerechtfertigt?

    Das BAG stütze sich jeweils auf Studien und neuste Erkenntnisse, sagt Masserey. Die 2G-Regel sei jedoch weiterhin gerechtfertigt. Denn Geimpfte und Genesene hätten ein deutlich kleineres Risiko, hospitalisiert zu werden. Vor allem auch Personen, die sich erst gerade geboostert haben. Somit werden nicht Geimpfte auch geschützt, da diese nicht-immunen Personen das grösste Risiko einer Hospitalisation haben.