Corona-Weltweite Seuche: RKI: Omikron-Variante in allen Bundesländern nachgewiesen – Unterhaltung

Deutschland feiert zum zweiten Mal Weihnachten im Schatten der Corona-Pandemie. Angesichts der Belastungen der Gesellschaft durch die anhaltende Krise rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache zum Zusammenhalt auf.

In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern traten am Freitag schärfere Regeln in Kraft. Private Zusammenkünfte sind dort bereits an Weihnachten auch für Geimpfte und Genesene beschränkt, und zwar auf maximal zehn Personen. Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, diese Vorgabe spätestens zum 28. Dezember einzuführen – die meisten Bundesländer wollen dies nach Weihnachten umsetzen.

Omikron-Variante

Zur Omikron-Variante schrieb das RKI in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenberichtweiter: “Bisherige Meldedaten zu Symptomen deuten auf eher milde Verläufe bei Infizierten mit vollständiger Impfung beziehungsweise Auffrischimpfung.” Für mehr als 1200 Fälle wurden dem Institut zufolge Angaben zu den Symptomen übermittelt. Überwiegend seien demnach keine oder milde Symptome genannt worden, am häufigsten Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Bisher kamen dem RKI-Wochenbericht zufolge 28 Covid-Erkrankte, bei denen Omikron nachgewiesen wurde, ins Krankenhaus, eine Person ist nachweislich verstorben.

Experten haben allerdings stets betont, dass bei der erwarteten hohen Zahl an Infizierten im Zuge der raschen Omikron-Ausbreitung dennoch eine große Zahl von Menschen gleichzeitig schwerer erkranken werde und im Krankenhaus behandelt werden müsse. So hatte Wieler am Mittwoch vor einer Überlastung des Gesundheitssystems und einer Beeinträchtigung kritischer Versorgungsstrukturen gewarnt, sollte die Omikron-Welle nicht mit strikten Maßnahmen gebremst werden können.

In einem Interview der “Süddeutschen Zeitung” sagte der Virologe Christian Drosten auf die Frage, ob es in Deutschland einen Lockdown brauche, es gelte abzuwarten, “ob und wie die jetzt geltenden und noch einmal nachgezogenen Maßnahmen wirken”. Greifen die Kontaktbeschränkungen nicht so wie erhofft, könnte man nach Drostens Ansicht Beschränkungen in Betracht ziehen, bei denen nur bereits geboosterte Menschen Zugang haben – was er als “1G” bezeichnete.

Zweifach Geimpfte seien zwar auch bei Omikron vor schweren Verläufen geschützt, “aber praktisch nicht gegen eine Infektion”, sagte der Virologe der Berliner Charité. Auch die Virus-Weitergabe im Fall einer Ansteckung sei kaum reduziert. “Wer aber kürzlich geboostert ist, trägt wahrscheinlich weniger zur Weiterverbreitung bei und ist merklich gegen die Erkrankung geschützt. Bei Delta mögen 2G und 3G reichen, aber jetzt schreibt Omikron die Regeln.”

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