Corona-Notlage: Warum Österreichs Wirtschaft einbricht

Als die erste Corona-Welle in seinem Land abgeebbt war, gönnte sich Sebastian Kurz ein Eigenlob.

»#Österreich steht wirtschaftlich besser da als die meisten von #Corona betroffenen Länder«, twitterte der Wiener Bundeskanzler am 6. Mai. »Weil wir schnell & entschlossen reagiert haben & die Infektionskurve damit rascher als in den meisten Ländern Europas gesunken ist, haben wir auch weniger wirtschaftlichen Schaden genommen.«

Neun Monate danach steht Österreich schlechter da als fast alle anderen europäischen Länder. Um 4,3 Prozent ist die nationale Wirtschaft im vierten Quartal 2020 laut einer Aufstellung der EU-Statistikbehörde Eurostat geschrumpft. Kein anderer EU-Staat hat bislang annähernd so desaströse Zahlen für das Jahresende vermeldet. Im Vergleich zu 2019 lief es nur in Spanien noch schlechter.

Österreich ist plötzlich weit unten in Europas Konjunkturstatistiken. Während die Arbeitslosenzahlen steigen, senken Forschungsinstitute ihre Prognosen. Die Kurz-Republik steckt tief in der Misere – auch wegen der verunglückten Corona-Politik ihres Kanzlers.

Berlin Ernachrichten