Corona-Mutationsprodukt: Wissenschaftler warnen vor AY.3

In Teilen Englands steige der Anteil von AY.3 an den Coronainfektionen auf noch niedrigem Niveau an. Es sei denkbar, aber nicht sicher, dass die Variante die ursprüngliche Delta-Mutation verdrängen werde. Darauf deuteten Daten aus dem Osten des Landes hin.

Während in Großbritannien die neue Variante die Gesamtzahl der Neuinfektionen mit Covid-19 noch kaum beeinflusse, sei das in einigen südlichen Bundesstaaten der USA bereits anders, so Pagel weiter. In Missouri und Mississippi liegt der Anteil von AY.3 an den Infektionen bereits bei 43 und 45 Prozent, wie Daten der US-Seuchenschutzbehörde CDC zeigen. Es sei zwar noch früh, und es gebe bislang keinen Nachweis für die erhöhte Ansteckungsgefahr, »aber wir haben das schon einmal gesehen, und wir sollten anfangen, uns vorzubereiten«, schreibt Pagel.

In Israel teilte das Gesundheitsministerium mit, dass AY.3 bereits im Land sei und vermutlich aus den USA eingeschleppt wurde. »Es sieht sehr, sehr virulent aus, was die Infektionsrate angeht, und es sieht so aus, als ob sie eine relative Resistenz gegen den Impfstoff entwickelt«, sagte Asher Shalmon, Leiter des Referats für Internationale Beziehungen, vor einem Ausschuss des Parlaments. »Diese Variante könnte ein Wendepunkt sein und uns in die Abriegelung treiben, die wir so sehr zu vermeiden versuchen«, warnte Shalmon laut der Zeitung »Haaretz«.