Blitz-Hochzeiten in jener Burgdorfer St. Pankratiuskirche

BURGDORF

Die einen nennen es Schnapszahl, die anderen Palindrom: das Datum 22.2.22, das sich vor- wie rückwärts lesen lässt. Dieses außergewöhnliche Datum nahm das Team der St. Pankratius-Kirchengemeinde Burgdorf zum Anlass, Paaren, die „schon seit langer Zeit standesamtlich verpartnert oder verheiratet sind – aber nie kirchlich geheiratet haben – zu ermöglichen, spontan und ohne jede Voranmeldung in die Kirche zu kommen und sich vor dem Altar das Ja-Wort zu geben.“ Diese  Möglichkeit ließen sich am gestrigen Dienstag, 22. Februar 2022, insgesamt neun kurzentschlossene Paare nicht entgehen.

 

Den Anfang machte ein Paar, welches sich bereits vor 48 Jahren standesamtlich vermählt hatte. Die Eheleute, die ihre Namen nicht in den Medien lesen möchten, holten dabei mit Pastorin Elisabeth Rabe-Winnen vom Michaeliskloster Hildesheim die kirchliche Segnung ihrer jahrzehntelangen Verbindung nach: „Wir haben von der Aktion der St. Pankratiuskirche aus den örtlichen Zeitungen erfahren und uns kurzfristig für die Teilnahme entschieden.“

 

Unter Glockengeläut schritten sie mit Elisabeth Rabe-Winnen zum Altar, wo sich nach einführenden Worten der Pastorin ein gemeinsames Gebet anschloss. Die Zeremonie wurde vom Pastor und Kirchenmusiker Andreas Hülsemann am Klavier gefühlvoll musikalisch begleitet. „Es möge Sie weitertragen, was Ihnen schon vor 48 Jahren begegnet ist: Güte und Treue“, beendete Rabe-Winnen den Ritus nach dem (erneuten) Ringtausch.