Bildungsminister Tullner darüber hinaus nächstes Schuljahr: Im Zusammenhang Luftfilter-Debatte hinaus Wissenschaft vernehmen

MDR SACHSEN-ANHALT: Corona wird uns so schnell nicht loslassen. Was unternehmen Sie, damit das nächste Schuljahr sicher anläuft?

Marco Tullner: Wir werden zunächst alle Erkenntnisse auswerten, die wir zur Verfügung haben. Es gibt ja Bundesländer, wie Mecklenburg-Vorpommern, die in 14 Tagen schon wieder mit der Schule anfangen. Und wir werden dann auch die Entwicklung der Inzidenzen, Delta-Variante, etc. sehr genau über die Ferien analysieren.

Fakt ist: Stand heute werden wir auf jeden Fall mit einer vollständigen Testung in das neue Schuljahr starten, wollen dann aber mit einer wissenschaftlich basierten Stichprobe umstellen auf ein Stichproben-Testmodell. Parallel dazu werden alle anderen Maßnahmen ergriffen, um Schule möglichst sicher zu machen.

Eine mögliche Maßnahme sind Luftfilter. Was sagen Sie zu denen?

Die Wirksamkeit von Luftfiltern bleibt ambivalent und in der Wissenschaft durchaus umstritten. Wir sind gut beraten, hier auf die Experten zu hören. Die letzten Expertisen, die uns vorliegen, was das Landesamt für Umweltschutz und auch das Umweltbundesamt angeht, sagen, dass wir in bestimmten Kategorien von Räumen mit solchen Geräten arbeiten.

Der Bund hat ein Förderprogramm aufgelegt. Sachsen-Anhalt wird die fehlenden Co-Finanzierungsmittel bereitstellen, sodass die Kommunen als Schulträger eine hundertprozentige Finanzierung für diese Geräte bekommen. Und wenn diese Dinge klar sind, werden wir die auch bereitstellen, beziehungsweise dafür sorgen, dass Kommunen sie bereitstellen können.