Besser qua jedweder anderen: Vorzeichen schlägt WhatsApp

Mit Signal gibt es seit einiger Zeit eine erstklassige Alternative zu WhatsApp. Die Entwickler setzen fast jeden Monat noch einen drauf, um die App weiter zu optimieren und noch attraktiver für Aussteiger von Facebooks Nachrichten-App zu machen.

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Die Änderungen in den WhatsApp-AGB haben viele Nutzer verunsichert und zu alternativen Messengern gebracht. Signal bessert angesichts der Millionen neu gewonnenen Nutzer weiter massiv nach und bringt in kurzen Abständen regelmäßige App-Updates für Android und iOS und die Desktop-Version.

Die neueste Version hebt das Limit für maximal 8 Teilnehmer bei Gruppenanrufen auf – jetzt können plattformunabhängig bis zu 16 Personen an einem Call teilnehmen. Das kann nicht einmal WhatsApp. Außerdem können Sie nun eigene Sticker-Packs erstellen und eine neue Notiz-Funktion verwenden.

Mit dem Update 5.24.0 gab es kürzlich auch ein paar kleine Neuerungen für die PC- und Mac-Versionen. Nun können Sie zum Beispiel auch in archivierten Unterhaltungen eine Suchfunktion verwenden, um gezielt Infos zu finden. Außerdem lassen sich ältere Nachrichten nun leichter finden, da die App automatisch dorthin scrollt. Des Weiteren wurde ein Bug behoben, bei dem Reaktionen auf Nachrichten unzuverlässig zugestellt wurden. Nun klappt das besser.

Signal für Android und iOS laden

Signal: Unkomprimierte Fotos in hoher Qualität verschicken

In Signal kann man inzwischen auch die Fotoqualität vor dem Versand einstellen.

Bild: CHIP

Ein Feature, das sich Umsteiger wie alteingesessene Signal-Nutzer lange gewünscht haben, ist der Foto-Versand in hoher Auflösung. Die Entwickler haben darauf reagiert und eine simple Auswahl zwischen der Standard-Auflösung und der hohen Auflösung hinzugefügt. So können Sie individuell entscheiden, ob Sie unterwegs lieber weniger Datenvolumen verbrauchen möchten. Im WLAN können Sie dann getrost auch die unkomprimierten Bilder mit Signal versenden.

Wählen Sie zuerst eines oder mehrere Bilder zum Versand aus und tippen Sie in der Übersicht unten links auf das Fotosymbol mit der gepunkteten Linie. Es erscheint die genannte Auswahl, die auf alle Inhalte der Nachricht angewandt wird.

Download: Signal für Windows

Der Snowden-Messenger: Signal punktet mit Sicherheit und Privatsphäre

Neues Design bei Signal: Das Eckige wird zum RundenNeues Design bei Signal: Das Eckige wird zum Runden

Bild: Open Whisper Systems

Wenn es um sicheres Chatten geht, empfiehlt selbst Whistleblower Edward Snowden den Signal-Messenger. Seit jeher legt die WhatsApp-Alternative viel Wert auf die Privatsphäre ihrer Nutzer. So wird schon seit einiger Zeit neben dem Gesprächsinhalt auch der Absender verschlüsselt. Denn den muss Signal nicht kennen, um eine Nachricht zuzustellen. Stattdessen ersetzt die App den Namen des Absenders durch ein zeitlich begrenztes Zertifikat, das erst beim Empfänger entschlüsselt wird.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Mehr Privatsphäre für die Nutzer, da Gespräche von Dritten schwieriger zurückverfolgt und die Gesprächspartner kaum mehr ermittelt werden können. Und auch im Funktionsumfang müssen Sie im Vergleich zu WhatsApp kaum nennenswerte Abstriche in Kauf nehmen. Gruppenchats, Videoanrufe oder das Teilen von Dokumenten, dem Standort oder Bildern: All das klappt auch mit Signal.

Seit einiger Zeit gibt es in der App auch Gruppenanrufe für bis zu acht Teilnehmer. Diese sind standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt und lassen sich wie der Rest der App vollkommen kostenlos nutzen. Auch in der Desktop-Version gibt es die verschlüsselten Anrufe.

(mit DPA-Inhalten)

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Signal: Gruppenanrufe werden immer besser

Relativ jung ist die Gruppen-Funktion, die besonders Gruppen-Admins erfreuen dürfte: Stellen Sie sich vor, es gibt etwas Wichtiges zu organisieren, aber alle möglichen Leute plappern ständig rein und geben ungefragt ihren Senf dazu. Dieses Szenario will Signal den Gruppen-Admins ersparen. Diese können in der Messenger-App nämlich nun einschränken, wer in einer Gruppe Nachrichten senden darf.

Die neue Funktion, die Signal etwa auch für geplante Veranstaltungen oder für Ankündigungen empfiehlt, findet sich in den Berechtigungs-Einstellungen unter “Nachrichten senden”. Alle Gruppenmitglieder müssen aber die neueste Version von Signal verwenden, damit den Admins die Einstellung auch angezeigt wird. Zudem ist die Neuerung zunächst nur in der Android-App umgesetzt worden, iOS-Nutzerinnen und -Nutzer müssen sich noch ein wenig gedulden.

Marvin Daab

Signal zieht wichtige WhatsApp-Features nach

In Sachen Privatsphäre macht Signal niemand etwas nach. Gerade hier kann und sollte WhatsApp noch einiges von der Konkurrenz lernen. Aber auch bei anderen Funktionen wie Gruppenanrufen, Fotoversand oder verschwindenden Nachrichten steht der “Snowden-Messenger” inzwischen sehr gut da.

Berlin Ernachrichten