Bedrohte Wissenschaft | DI | 11 01 2022 | 19:05

Der US-amerikanische Immunologe Anthony Fauci brauchte nach Todesdrohungen gegen sich und seine Familie Personenschutz. Der deutsche Virologe Christian Drosten erhielt Drohschreiben mit einer verdächtigen Substanz. Das sind zwei drastische Fälle für ein verbreitetes Phänomen: Laut einer Umfrage der Wissenschaftszeitschrift “Nature” erhielten 22 Prozent der weltweit befragten Wissenschaftler und Forscherinnen im Laufe der Pandemie Gewaltdrohungen, 15 Prozent sogar Morddrohungen.

Absender sind nicht nur Corona-Leugner und -Leugnerinnen. Auch Personen, denen die Maßnahmen nicht weit genug gehen, versenden Hassnachrichten. Bei nicht wenigen Forscherinnen und Forschern hat das die Bereitschaft, sich weiter in die öffentliche Debatte einzubringen, gedämpft. Welche Folgen hat das für die Pandemiebekämpfung und Wissenschaftskommunikation? Und könnte das letztlich die Wissenschaft selbst bedrohen?

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