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Holzpellets werden in Pelletieranlagen hergestellt. Die stäbchenförmigen Presslinge gewinnen für die Wärmeerzeugung in der Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung.

Woraus bestehen Holzpellets?

Holzpellets entstehen in der holzverarbeitenden Industrie. Hier werden Sägespäne und Holzabfälle zu Holzpresslingen weiterverarbeitet. Sie werden als Brennstoff genutzt. Ebenfalls gibt es Brennstoffpellets aus anderen Materialien wie Stroh, Torf, Olivenkernen, Kokosnussschalen, Pellets aus halmgutartiger Biomasse und anderen biogenen Reststoffen. Holzpellets haben einen Durchmesser von max. 25 mm. Größere Presslinge über 25 mm werden als Holzbriketts bezeichnet. Hierzulande sind Holzpellets seit 1996 als Brennstoff zugelassen und inzwischen genormt

Heizen mit Holzpellets

Heizen mit Holzpellets in der Landwirtschaft nimmt im Zuge der steigenden Gas- und Strompreise immer mehr an Bedeutung an. Momentan werden in Deutschland hauptsächlich fossile Brennstoffe wie Erdgas und Erdöl als Energieträger genutzt. Dadurch ergeben sich die enormen Heizkosten. Immer mehr Landwirte stehen vor der Herausforderung, ihre Heizung umzurüsten.

Entwicklung der Holzpelletpreise

Im letzten Jahrzehnt war der Pelletpreis relativ stabil, eine Preissteigerung der Preise für Holzpellets war nur leicht zu erkennen. Preissprünge gab es allerdings zwischen 2016 und 2021 beim Heizöl. Die Preisentwicklung von fossilen Brennstoffen und Holzpellets ist daher unabhängig in dieser Zeit.

Eine rückläufige Entwicklung der Pelletpreise ist normalerweise in den Sommermonaten zu verzeichnen. Im Sommer 2022 konnte dieser Trend nicht standhalten. Die Gründe hierfür sind der Ukraine-Krieg und die daraus einhergehenden Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt. Das betrifft auch den Pelletmarkt. Pelletproduzenten und Holzpellet-Lieferanten haben Lagerkapazitäten aufgebaut, um die große Nachfrage zu bedienen. Die Corona-Krise sorgte für eine vorrübergehende Verknappung am Markt und die Holzpelletpreise stiegen. Mit der Energiekrise gab es erneute Lieferengpässe.

Nachfragen nach Pelletheizungen steigen

Für Landwirte steht eine zeitnahe Umrüstung der Öl- und Gasheizungen bevor. Ab 2024 tritt ein Gesetz zur Sanierungspflicht in Kraft und erschwert die Auflagen bei der Installation von Öl- und Gasheizungen. Bereits seit 2020 sieht der Gesetzgeber eine energetische Sanierung bei älteren Anlagen vor.

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