9 klassiche Dating-Regulieren – veraltet oder immer noch modern?

  • 9 klassische Dating-Regeln
  • Zeitgemäß oder unangebracht?
  • Tipps und Tricks
  • Rollenklischees vermeiden
  • Erfolgreich daten

In unseren modernen Zeiten, wo geschlechtsspezifische Rollenmuster aufbrechen und sich neu sortieren, wo gegendert wird und vom dritten Geschlecht die Rede ist, ist es manchmal schwierig, beim Thema Dating die Orientierung nicht zu verlieren. Wir haben uns gesellschaftlich weiterentwickelt und entfernen uns weitestgehend davon, in Schubladen zu denken – so auch beim Dating. Klassische Dating-Regeln, wie etwa, dass der Mann die Rechnung im Restaurant zahlt, sind oft nicht mehr angebracht. Doch was geht und was ist ein absolutes No-Go? Wir haben für dich die Antworten.

1# Der Mann bezahlt beim ersten Date die Rechnung

Diese Knigge-Regel ist mittlerweile durchaus veraltet. Ob der Mann oder die Frau bezahlt, oder am Ende sogar beide, ist absolut situationsabhängig. Früher war klar: Wer einlädt, der zahlt. Heute entscheidet man sich meist beiderseits für das Treffen, also gilt die alte Regel nicht zwangsläufig.

Viele Frauen sind heutzutage unabhängig, können oder wollen selbst zahlen. Männer möchten oftmals der Gentleman beim Date sein und die Dame einladen. Um Missverständnisse zu vermeiden, solltet ihr vorab klären, wer zahlt. Wem das zu unromantisch ist, der kann abwarten: Läuft das Date gut, kannst du das deinem Gegenüber vermitteln, indem du direkt ansprichst, dass du ihn oder sie gerne einladen würdest. Das kann auch schon die Gelegenheit sein, sich für ein zweites Date zu verabreden. Sollte der andere der Meinung sein, ebenfalls aufgrund eines schönen Dates zahlen zu wollen, könntet ihr euch darauf einigen, dass der andere beim zweiten Date die Rechnung übernehmen kann.

Sollte dir das Date nicht gefallen haben und du bist dir sicher, dass du dein Gegenüber definitiv nicht noch einmal treffen möchtest, könntest du dies “durch die Blume” mitteilen, indem du vorschlägst, dass jeder einfach die eigene Rechnung selbst zahlt.  

2# Frauen stehen auf Machos

Frauen stehen auf Machos und Männer wollen Püppchen? Ganz so “einfach” ist das nicht. Doch woher rührt eigentlich diese Annahme? Bereits dem alten Naturforscher Charles Darwin fiel auf, dass Männer so viel Sex wie möglich mit möglichst unterschiedlichen Partnerinnen haben wollen, um abzusichern, dass sie möglichst viele Nachkommen haben werden. 

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Für Frauen war evolutionsbedingt immer ein Versorger wichtig, der sich um den Erhalt der Familie kümmert. Was in Zeiten von Mammut und Säbelzahntiger ein überlebensnotwendiges Verhalten war, spielt heutzutage allerdings kaum noch eine übergeordnete Rolle. 

Jeder tickt anders und hat andere Vorstellungen von einer glücklichen Beziehung und Partnerschaft. Oftmals sind es gleiche Wertvorstellungen, die Paare zusammenbringen und zusammenhalten. Verstelle dich am besten nicht, auch nicht, wenn du beim ersten Date nervös bist. Sei du selbst und versuche herauszufinden, wie dein Gegenüber tickt. Äußerlichkeiten und damit verbundene Erwartungen werden oft gebrochen, sobald man eine Person besser kennenlernt. Ein vermeintlicher Macho muss schlussendlich keiner sein, ein “Püppchen” ebenso nicht. 

3# Ein Geschenk zum ersten Date mitbringen

Du bist voller Euphorie und total aufgeregt wegen eines Dates und möchtest mit einem Geschenk deinem Gegenüber zeigen, wie sehr du dich über den gemeinsamen Restaurantbesuch oder den Spaziergang im Park freust? Dann solltest du bedacht auswählen, was du schenkst

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Übertriebene Geschenke, wie ein Strauß Rosen, Parfum oder eine Schachtel handgefertigter Pralinen können deinen Date-Partner oder deine Date-Partnerin schnell verschrecken. Möchtest du etwas schenken und weißt das vorab, könntest du gezielt Fragen stellen, ob er oder sie beispielsweise gerne Süßes isst und die Lieblingsschokoladen-Tafel deines Dates besorgen. Ein kleines Sträußchen oder eine einzelne Blume als Aufmerksamkeit sind auch eine schöne Geste. 

Allerdings können Geschenke auch nach hinten losgehen. Sollte dein Date kein Geschenk für dich dabei haben, könnte er oder sie sich extrem unwohl fühlen. Zudem könnte Druck bei deinem Gegenüber entstehen, dass er oder sie dir beim nächsten Mal auch ein Geschenk machen muss. Solltest du dein Date noch nicht gut genug kennen, könntest du mit deinem Geschenk auch in ein Fettnäpfchen treten. Deshalb: Lieber kleine Aufmerksamkeiten schenken, als große Liebesbekundungen machen. Und am besten ist es immer noch, Zeit zu schenken und deinem Gegenüber deine volle Aufmerksamkeit entgegenzubringen.

4# Der Mann macht den ersten Schritt

Früher war es üblich, dass der Mann den umgangssprachlichen Takt vorgibt und den ersten Schritt macht. Im Zeitalter der Emanzipation ist das aber nicht mehr die Regel. Wenn dir jemand gefällt, du dich aber nicht direkt traust, ihn oder sie anzusprechen, dann versuche es vorerst mit einem freundlichen Lächeln und Augenkontakt. Kommt ein nettes Lächeln zurück und ein kleiner Flirt entsteht, kannst du guter Dinge über deinen Schatten springen und ihn oder sie ansprechen. 

Hier empfiehlt es sich, vor dem ersten Schritt Gesprächsthemen zurechtzulegen, sodass keine peinlichen Pausen entstehen und das Gespräch nicht abreißt. 

Solltest du wider Erwarten einen Korb bekommen, dann sei nicht geknickt. Schließlich warst du so mutig, jemanden anzusprechen. Beim nächste Mal könnte es klappen – hältst du dich dann zurück, wäre womöglich eine Chance dahin. 

5# Sich rar machen nach dem ersten Date

“Willst was gelten, mach dich selten” – diesen Spruch bekommen Singles, die auf Dates gehen, ab und an als gut gemeinten Ratschlag von Freunden oder Bekannten zu hören. Doch ist das “Sich-selten-machen” wirklich ein cleverer Schachzug nach einem gelungenen Date?

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Das “Rar-machen” stammt aus einer Zeit, in der Frauen Rivalinnen ausstechen mussten, um sich ihren Versorger zu sichern. Haben sich die “Steinzeit-Weibchen” von ihrem Verehrer zurückgezogen, entwickelte sich bei den “Steinzeit-Männchen” der Gedanke, dass die Dame derart heiß begehrt sei, dass sie ihn nicht bräuchte. Sein Interesse wurde geweckt, da möglichen männlichen Konkurrenten die Dame nicht vergönnt war. Evolutionär betrachtet, ging es um den Urinstinkt der Männer, die Frau mit dem besten Genmaterial und Erbgut zu bekommen. 

Tatsächlich reizt es manche Männer, wenn die Frau erobert werden will. Das ist aber für beide keine Vorgabe für ein Verhaltensmuster nach dem ersten Treffen. Selbstverständlich kann und darf die Frau die Initiative ergreifen und sich beim Mann melden, wenn ihr danach ist. Das wird dem weiteren Verlauf einer möglichen Beziehung keinen Abbruch tun, wenn die Chemie auf beiden Seiten stimmt. Zudem darf die Frau gerne Interesse am Mann zeigen, solange er sich davon nicht in die Ecke gedrängt fühlt.

6# Den möglichen Partner zappeln lassen und sich absichtlich spät auf Nachrichten melden

Ist es ein Irrglaube oder vielleicht lächerlich, den oder die Neue nach dem Date zappeln zu lassen, um sich interessanter zu  machen? Nein – es führt vor allem Frauen meist eher zum Erfolg, als wenn sie sich zu oft beim Auserwählten melden. Auch hier spielt wieder die Evolution eine große Rolle. Männer waren lange Zeit als “Jäger” unterwegs. Neben Spannung während der Jagd stellte sich auch ein Glücksgefühl ein, wenn der Jäger seine “Beute erlegt” hat. 

Hat der “Steinzeit-Mann” auch andere männliche Konkurrenten bei seinen favorisierten “Steinzeit-Weibchen” ausgestochen, lag hier vereinfacht gesagt dasselbe Prinzip von “Jäger” und “Gejagtem” vor. Auf die heutige Dating-Welt projiziert, könnte man also sagen, dass Männer noch immer getriggert werden, wenn Frauen sich rarmachen und “gejagt” werden müssen. 

Allerdings kann dieses Prinzip nicht pauschalisiert werden. Auch hier gilt: jeder Mensch tickt anders. Ihr solltet klären, wenn häufige Nachrichten oder der Wunsch, sich öfter zu sehen, am Anfang für dich oder dein Date zu viel sind und ihr euch mehr Zeit lassen wollt. Kommunikation ist hier das A und O damit keine Missverständnisse entstehen.

7# Kein Sex beim ersten Date

Hier gibt es etliche Gründe, die dafür oder dagegen sprechen. Lernt ihr euch erst bei eurem ersten Date kennen und landet anschließend sofort im Bett, könnte danach die Enttäuschung groß sein. Ihr könntet feststellen, dass es neben der sexuellen Anziehung keine Basis für etwas Langfristiges zwischen euch gibt. Zudem könnte der potenzielle neue Partner schnell als der Partner für Gelegenheitssex abgestempelt werden – eine Beziehung würde so in weite Ferne rücken.

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Andererseits könnte es auch sein, dass die Schmetterlinge beim Date derart überhandnehmen, dass Sex unausweichlich scheint, weil ihr weit über Wolke sieben schwebt. Warum also warten? 

Wer während des Dates schon feststellt, dass außer Anziehung keine weiteren Interessen bestehen, kann sich so vielleicht eine “Freundschaft mit gewissen Vorzügen” aufbauen. Doch Vorsicht: Dies könnte wiederum einer ernsthaften Beziehung mit einer anderen Person im Wege stehen.

8# Beim ersten Date nicht über Familienplanung sprechen

Haben manche Singles das Gefühl, die innere Uhr tickt, neigen sie dazu, beim ersten Date gleich über Familienplanung zu sprechen. Man will ja schließlich keine Zeit verlieren und wissen, was der potenzielle neue Partner darüber denkt und wie er sich seine Zukunft vorstellt.

Doch hier ist oftmals das Gegenteil ratsam: Besser nicht darüber sprechen. In der Regel reagieren die meisten Dating-Partner*innen verschreckt, wenn das vermeintlich ungezwungene Date plötzlich ernst wird und das Gegenüber gleich mit der Tür ins Haus fällt.

Ein Kinderwunsch sollte in einer gesunden Beziehung wachsen. Idealerweise passen zum richtigen Zeitpunkt der Familienplanung die Lebensumstände von beiden Partnern, sodass gemeinsam die Entscheidung zum Wunschkind getroffen wird.

9# Die Finger von Arbeitskolleg*innen lassen

Um mögliche Probleme und Komplikationen am Arbeitsplatz zu vermeiden, ist es eindeutig besser, die Finger vom Kollegen oder der Kollegin zu lassen, bevor man sich selbige eventuell böse verbrennt. Arbeitsplatz-Beziehungen passieren, sind allerdings selten gerne gesehen. Oftmals gilt im Büro das Motto “Never fuck the company”.

Wer am Arbeitsplatz weiterhin professionell agieren will, hält sich besser an bestimmte Regeln: Flirten ist erlaubt, aber immer in Maßen. Außerdem schickt es sich, nur mit Singles am Arbeitsplatz zu flirten. Zudringlichkeiten sind ein No-Go. “Flirt-Praktiken” sollten niemals zur sexuellen Belästigung werden. Außerdem hat der Chef jederzeit das Recht einzugreifen, wenn es am Arbeitsplatz mit dem Flirten ausartet.

Solltest du dich dennoch am Arbeitsplatz verlieben und die Gefühle werden erwidert, solltet ihr euch eine Lösung überlegen. Zudem ist – leider – davon auszugehen, dass nicht alle Kolleg*innen begeistert davon sein werden und das auch kundtun. 

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