6 merkwürdige Corona-Symptome: Durchfall, Rülpsen, Sex-Probleme und Cobalt. – Gesundheit

Husten, laufende Nase oder Kopfschmerzen – typisch für eine COVID-19-Erkrankung. Bei einigen Patienten können aber auch bizarrere Symptome auftreten.

Normalerweise klingen Corona-Symptome von selbst ab. Aber das Virus hat Millionen von Menschen mit Long Covid zurückgelassen. Einige gesundheitlichen Einschränkungen wollen wochen- oder monatelang nicht verschwinden. Manche davon, etwa chronische Erschöpfung, erschweren den Alltag. Andere wie häufiges Rülpsen oder Inkontinenz können das Selbstvertrauen erschüttern.

Hier sechs merkwürdige Probleme, die Corona verursachen kann.

Rülpsen

Wir stoßen bis zu 30 Mal am Tag auf, sowohl hörbar als auch lautlos. Bei manchen COVID-19-Patienten kann das Aufstoßen aber verstärkt auftreten, bei einigen Long-Covid-Erkrankten sogar mehrere Wochen andauern.

Für eine Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ vorgestellt wurde, wurden 117 Corona-Krankenhauspatienten in China begleitet. Drei Monate nach ihrer Entlassung hatten 44 Prozent von ihnen magenbezogene Probleme – und jeder Zehnte musste mehr rülpsen als vor der Erkrankung.

Sexuelle Probleme

Noch Monate nach der Ansteckung mit SARS-CoV-2 berichteten die Betroffenen über Probleme im Schlafzimmer.

Eine Studie der Londoner Universität King’s College mit 3 400 Teilnehmern zeigte, dass 14,6 Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen durch ihre Long-Covid-Erkrankung unter „sexuellen Funktionsstörungen“ litten.

3,2 Prozent der Männer gaben auch an, dass sie einen kleineren Penis bekommen hätten. Laut Wissenschaftlern sei ein schrumpfender Penis wahrscheinlich die Folge einer erektilen Dysfunktion (ED), die durch die Virusinfektion verursacht wird. Urologen in Miami fanden Partikel des Coronavirus in den Penissen von zwei Männern, die nach der Infektion an ED litten. Demnach könne das Virus den richtigen Blutfluss verhindern, wenn es in die Endothelzellen der Blutgefäße im Penis eindringt.

Schlechte Stimmung

Viele Genesene berichten von deutlich negativeren Gefühlen als vorher und von Symptomen, die mit Stimmungsschwankungen in Zusammenhang stehen.

In der Studie des King’s College gab ein Viertel der Befragten an, seit der Infektion mehr Wut zu empfinden, 7,4 Prozent berichteten von Aggressionen. Mehr als die Hälfte der Befragten sagte, sie seien reizbarer.

Für die Forscher ist es allerdings schwierig zu unterscheiden, ob diese Symptome eine direkte Folge des Virus oder der allgemeinen Stimmung gegenüber dem Pandemie-Stress sind.

Rote oder rosa Augen

Sogar die Weltgesundheitsorganisation führt gereizte Augen als ein Symptom des Virus auf.

Eine frühe Studie, die im Fachjournal „BMJ Open Ophthalmology“ veröffentlicht wurde, ergab, dass von 83 COVID-19-Patienten 17 Prozent juckende Augen hatten, während 16 Prozent unter wunden Augen litten.

Das klingt jedoch nicht immer mit der Genesung ab: Laut der King’s-College-Studie berichteten etwa 15 Prozent der Long-Covid-Patienten über „rosa Augen“ (Bindehautentzündung). Und ebenso viele hatten blutunterlaufene Augen.

Durchfall

Eine Corona-Infektion kann dazu führen, dass häufiger die Toilette aufgesucht werden muss.

Die britische ZOE-Covid-Symptomstudie zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit, als Erkrankter Durchfall zu bekommen, mit dem Alter zunimmt. Mit den Daten von Millionen von App-Nutzern wurde aufgeschlüsselt, dass nur zehn Prozent der Kinder, aber 30 Prozent der Erwachsenen über 35 Jahren davon betroffen sind.

Laut den Forschern ist Durchfall ein frühes Anzeichen für Corona, das am ersten Tag der Infektion beginnt und in der ersten Woche an Intensität zunimmt.

Inkontinenz

Auch Schwierigkeiten mit der Blase stehen im Verdacht, ein unangenehmes Symptom einer COVID-19-Infektion zu sein.

Wissenschaftler der US-Universität Beaumont School of Medicine in Michigan stellten die Theorie auf, dass die durch das Virus verursachte Entzündung einen stärkeren Druck auf die Blase ausüben kann. Denn sie ermittelten, dass 46 von 65 entlassenen Krankenhauspatienten (die meisten von ihnen über 60 Jahre alt) neue oder sich verschlimmernde Symptome im Zusammenhang mit ihrer Blase aufwiesen – einschließlich eines erhöhten nächtlichen Harndrangs.

Und die Studie des King’s College zeigte, dass 14,1 Prozent der Menschen „Probleme mit der Blasenkontrolle“ als Long-Covid-Symptom hatten.

Harninkontinenz ist jedoch sehr häufig und manchmal das Ergebnis von höherem Alter, Fettleibigkeit oder Stress. Statt des Virus könnten auch diese als Gründe für Blasenprobleme während der Pandemie infrage kommen.