5G-Technologie in welcher Landwirtschaft zusammen mit Pattburg im Test

Nordschleswig

Tingleff

Wirtschaft und Verkehr


Kjed Thomsen

18. Mai 2021

Pattburg/Padborg

Zuletzt aktualisiert um:
14:44 Uhr

Der Testtrecker für 5G-Technologie

Foto: Padborg Transportcenter/Stefan Kragh

Forscher der Universitäten Aarhus und Aalborg haben die Nutzung des 5G-Mobilfunknetzes in einem dafür ausgerichteten Trecker unter die Lupe genommen. Die Kommune Apenrade und der Transportsektor in Pattburg sind stolz, dass die moderne Drahtlostechnik vor ihrer Haustür getestet wurde.

Die Transporthochburg Pattburg war als Vorreiter des schnellen Mobilfunknetzes 5G bereits Versuchskaninchen, als die Technik vergangenes Jahr Einzug hielt. In jüngster Zeit waren nun Agrarflächen in der Nähe von Pattburg Versuchskaninchen.

Wie die Kommune Apenrade (Aabenraa) mitteilt, haben Forscher der Universitäten Aarhus und Aalborg in Zusammenarbeit mit den Kommunikationsanbietern „TDC NET“ und „Ericsson“ untersucht, wie die 5G-Technologie den Einsatz von Landwirtschaftsmaschinen und somit den Ackerbau optimieren kann.

Analysiert wurde in erster Linie ein spezieller Traktor, der via 5G große Datenmengen in Echtzeit verarbeiten und weitergeben konnte.

Abläufe optimieren

Mit dem Datenaustausch erhoffen sich Wissenschaftler unter anderem, dass Arbeitsabläufe und die Nutzung von Ressourcen verbessert werden. Als Beispiel wird ein verringerter Einsatz von Pestiziden genannt.

Die Daten des 5G-Agrartests sind noch nicht ausgewertet und zusammengefasst.

Der drahtlose Datenaustausch über Funkmasten wird immer schneller.

Foto: Pressefoto/DN (Archiv)

Nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Transportbranche in Pattburg, die seit einigen Monaten auf 5G zurückgreifen kann, werden gespannt sein, zu welchen Erkenntnissen die Forscher gelangen.

Dass die Fachleute der Universitäten ausgerechnet bei Pattburg die 5G-Technologie testeten, hat Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre) mit Freude zur Kenntnis genommen.

Naheliegender Standort

„Es ist fantastisch, den 5G-Versuch in der Nähe des Transportcenters Pattburg mitzuverfolgen, weil es ein naheliegender Testort für das 5G-Netzwerk ist. Das 5G-Netz hat das Potenzial, ein genauso wichtiger Teil unserer Infrastruktur zu werden wie Autobahnen und Schienenverkehr“, so Andresen in der Mitteilung.

Das Einzugsgebiet von Pattburg könnte ein führendes Forschungs- und Entwicklungscenter des künftigen Transport- und Logistiksektors in Europa werden, meint und hofft der Bürgermeister.

Das 5G-Netz hat das Potenzial, ein genauso wichtiger Teil unserer Infrastruktur zu werden wie Autobahnen und Schienenverkehr.

Thomas Andresen

„Der Anspruch der Kunden an die Unternehmen ist, Daten in Echtzeit zu erhalten und Zugang über Cloud-Portale zu bekommen. Selbst fahrende Roboter und Lastwagen sind vielleicht schon bald Realität. 5G wird das Rückgrat für das künftige Transportmaterial, für Lagerstätten und Logistiksysteme“, so die Einschätzung von Thomas Andresen.

Exklusives Wissen

Auch Peter Therkelsen, Vorsitzender des Pattburger Transportcenters und Direktor des örtlichen Unternehmens H. P. Therkelsen, bewertet es positiv, dass der Test „quasi in unserem Garten abgelaufen ist. Das bietet uns die Möglichkeit, exklusives Wissen zu erhalten, das unseren Firmen zugutekommt. Es werden viele zudem darauf aufmerksam gemacht, dass wir das geeignete Gebiet für Unternehmen sind und dass sie Teil der 5G-Entwicklung sein können“, so Therkelsen.

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