3 mit Sex – «Hilfe, ich hatte welches mit meinem Vorbild!»

Publiziert19. November 2021, 17:03

Nach zu vielen Gin Tonics beginnt Bruce einen Flirt mit seinem viel älteren Musiker-Idol. Und fühlt sich danach grauenhaft.

1 / 4

Bruce knutscht mit seinem grossen Musiker-Idol – und fühlt sich danach schlecht.

Illu: Anna DeérBruce

Er ist ein bekannter Musiker, gilt als heterosexuell. Bruce wird auf der Strasse erkannt und empfängt Journalistinnen und Journalisten für Homestorys. Er datet öfter Männer als Frauen und muss aufpassen, dass ihn seine Groupies nicht ertappen.

Illu: Anna DeérSie ist Single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos. Sucht Mr. Right und vertreibt sich die Zeit mit amourösen Fettnäpfchen und seltsamen Begegnungen zwischen feuchten Laken.Ella

Sie ist Single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos. Sucht Mr. Right und vertreibt sich die Zeit mit amourösen Fettnäpfchen und seltsamen Begegnungen zwischen feuchten Laken.

Illu: Anna Deér

  • Bruce liegt viel an der Freundschaft zu Peter, seinem Musiker-Idol.

  • Peter macht ihm viele Komplimente und flirtet, aber Bruce will das nicht wirklich wahrhaben, …

  • … bis die beiden betrunken herumknutschen.

  • Am nächsten Morgen bereut Bruce, was passiert ist.

Peter ist 51, sah offensichtlich mal wahnsinnig gut aus und war ein erfolgreicher Sänger. Heute hat er ein Alkoholproblem, ist etwas ungepflegt und singt nur noch privat. Dafür umso gefühlvoller. Eine melancholische Erscheinung. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – bewundere ich ihn. Seine Erfahrung und sein Umgang mit dem Rampenlicht haben meine eigene Karriere als Musiker geformt. Wir kennen uns schon lange, von einem meiner Konzerte vor mehreren Jahren.

Peter hat mir sofort Honig um den Mund geschmiert. «Du hast wahnsinnig viel Talent, und dass du super gut aussiehst, weisst du ja», sagte er damals nach meinem Gig zu mir. «Aus dir wird mal was richtig Grosses!» Er zwinkerte. Seither sind wir befreundet und sehen uns ein paar Mal pro Jahr. Oft ist es spannend und lustig, manchmal aber sehr anstrengend. Dann trinkt Peter zu viel und trauert deprimiert seinem früheren Erfolg nach. Unsere Beziehung schwankt zwischen Vater-Sohn-Beziehung, Freundschaft und Flirt.

«In Peters dumpfen Augen blitzten Funken der Begierde und Lust»

An einem dieser Abende, an dem ich zu viel trank und er sowieso, gestand er mir seine Liebe. Ich war überfordert. Lächelte höflich und sagte nette, aber unverbindliche Sachen. «Du weisst doch, dass ich dich auch sehr gerne habe, Peter!» Danach ging ich zu Hanna. Als wir uns das nächste Mal sahen, schien die Sache vergessen. Aber seither war etwas anders. In Peters dumpfen Augen blitzten Funken der Begierde und Lust auf, wenn ich ihn dabei ertappte, wie er mich beobachtete. Ich versuchte, es zu ignorieren.

An einem meiner Gigs, an dem er als Zuschauer zuvorderst mitfieberte, stürmte er nach Ende auf mich zu und küsste mich auf die Wange. Ich war irritiert. Hanna auch. Es dauerte ein paar Minuten, bis ich ihr die Situation erklärt hatte. «Peter und ich sind alte Freunde. Wir haben uns sehr gerne», stammelte ich in Hannas verwundertes Gesicht.

«Peter war für mich nicht mehr derselbe»

Drei Wochen später assen Peter und ich gemeinsam Znacht in unserem Stammlokal. Und wie es die Tradition wollte, gingen wir danach weiter in unsere Stammbar. Peter war schon beim Abendessen ordentlich betrunken – ich holte rasch auf. Als die Bar schloss, gingen wir auf einen Schlummi weiter zu ihm. Und da passierte es: «Du bist so schön», lallte Peter und küsste mich auf den Mund. Ich war so perplex (und betrunken), dass ich seinen Move erwiderte. So sassen wir da, betrunken, zu keiner vernünftigen Bewegung mehr fähig, und knutschten uns die Zunge aus dem Leibe. Nach einigen Stunden – in Wahrheit waren es wohl Augenblicke – stand ich auf und verabschiedete mich. «Danke für den schönen Abend, ich muss jetzt wirklich ins Bett.» Zuhause schlief ich sofort komatös ein und als ich am nächsten Morgen erwachte, fühlte ich mich weird. Peter war für mich nicht mehr derselbe.

«Aber Bruce, das hättest du doch kommen sehen müssen!», stöhnte Lars, als ich ihm davon erzählte. «Ich weiss», antwortete ich. «Aber ich wollte es nicht wahrhaben, weil ich nicht wollte, dass es so ist. Unsere Freundschaft war etwas Besonderes. Ich bewundere Peter.» «Manchmal sieht man in anderen etwas, das sie nicht sind.» Lars hatte Recht. Peter habe ich seither nicht mehr getroffen. Was passiert ist, ist mir unangenehm. Und ich denke, ihm auch. Und trotzdem trauere ich dieser ganz speziellen Freundschaft mit meinem Idol nach. Wahrscheinlich ist es einfach schön, bewundert zu werden.

Ohlala! Hast du Lust auf mehr Abenteuer von Ella, Bruce und Lars?

Ella, Lars und Bruce heissen in Wirklichkeit gar nicht so und auch einige Angaben sind geändert. Wahr ist aber, dass sie leidenschaftlich gern durch die Keller und Clubs der besten Stadt dieses Landes tanzen. Die drei Singles lieben Techno, Rührei und die stabilen Betten ihrer WG. Und sie wissen: Falls sie sich je zu dritt darin vergnügen, ist das das Ende von allem – oder der Beginn von etwas noch Grösserem. 20 Minuten erzählen sie exklusiv von ihren Abenteuern.

Hast du Fragen zu Beziehung, Liebe oder sexueller Gesundheit?

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Du willst keinen Comic von Yehuda Devir mehr verpassen, willst wissen, welche Bettgeschichten Ella, Bruce und Lars diese Woche erzählen, und interessierst dich für Facts und Trends rund um Beziehung, Sex und Dating? Kannst du von aussergewöhnlichen Liebesgeschichten und ungewöhnlichen Schicksalen nicht genug bekommen? Dann hole dir den OneLove-Push, um keine wichtige Story mehr zu verpassen.So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «OneLove» an – schon läufts.

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Berlin Ernachrichten