​EZB: Schnell steigende Häuserpreise sind Grund zur Sorge – Wirtschaft und Arbeit

Auf kurze Sicht hätten die mit der Pandemie verbundenen Risiken zwar abgenommen, erklärte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht. Doch habe das Risiko von Preiskorrekturen insbesondere an Wohnimmobilienmärkten zugenommen.

“Die Häusermärkte in der Eurozone sind schnell gewachsen, wobei es wenige Anzeichen dafür gibt, dass es in Reaktion darauf zu einer Straffung der Kreditvergabestandards gekommen wäre”, warnte EZB-Vizechef Luis de Guindos.

Die Notenbank verweist darauf, dass im zweiten Quartal die Häuserpreise im Euroraum so rapide gestiegen seien wie seit dem Jahr 2005 nicht mehr. Zugleich habe sich sogar eine Lockerung der Vergabestandards für Hypothekendarlehen abgezeichnet.
 
Der starke Anstieg der Häuserpreise von rund sieben Prozent bleibe “ein Grund zur Sorge”, warnte die EZB. Die Banken in der Eurozone erwarten im Herbst-Quartal allerdings leicht verschärfte Vergabestandards für Firmenkredite, wie aus jüngsten Umfrage der EZB unter 146 Finanzinstituten hervorgeht.

(apa/dpa)

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